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Die Umweltwirkungen des ökologischen Landbaus (ÖL) werden seit vielen Jahren kontrovers in der Wissenschaft diskutiert. Weiterhin gibt es gegensätzliche Ansichten, ob der ökologische Landbau einen Beitrag zur Bewältigung der umwelt- und ressourcenpolitischen Herausforderungen leisten kann und seine Förderung ein geeignetes Instrument zur Lösung der Probleme darstellt. Bisher hat sich hierzu noch keine eindeutige Sichtweise durchgesetzt. Wie ist dieser Umstand zu erklären? Und liegt gegebenenfalls ein Lock-in des wissenschaftlichen Diskurses vor? Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, den relevanten wissenschaftlichen Diskurs nachzuzeichnen und mögliche Erklärungen abzuleiten, warum die Umweltwirkungen weiterhin unterschiedlich bewertet werden. Dazu wurde eine qualitative Inhaltsanalyse mit einer Stichprobe von n=93 wissenschaftlichen Publikationen durchgeführt. Es konnten zwei Hauptdiskussionslinien herausgearbeitet werden: zum einen geht es um die Frage, ob bei der Bewertung der Umweltwirkungen zwangsläufig auch Aspekte der Ernährungssicherung einzubeziehen sind (thematischer Betrachtungsrahmen); zum zweiten, inwiefern die Netto-Umweltwirkungen bzw. mögliche Verlagerungseffekte in Folge eines niedrigeren Ertragsniveaus zu berücksichtigen sind (räumlicher Betrachtungsrahmen). Es wird geschlussfolgert, dass die polarisierende Debatte unter anderem durch die binäre Ausgangsfrage (Ist der ÖL besser als die konventionelle Landwirtschaft?) begründet ist und bisher unzureichend beleuchtete Aspekte, wie die Wahl der Bezugseinheiten oder normative Grundannahmen in der wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsbewertung, in den Diskursen verstärkt berücksichtigt werden sollten.

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