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Abstract

Eine Analyse der jüngeren Entwicklung der hessischen Agrarstruktur zeigt, dass diese während der vergangenen fünf Jahrzehnte durch eine erhebliche Abnahme der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und des Beschäftigtenanteils des Agrarsektors gekennzeichnet war. Zum Zwecke einer theoretischen Erklärung dieses Strukturwandels lässt sich mit Hilfe eines Zwei-Sektoren-Modells die Arbeitsallokation auf zwei unterschiedliche Wirtschaftsbereiche erklären. Zur empirischen Überprüfung der theoretischen Überlegungen wurden mit Hilfe eines Panel-Modells, das auf Daten aus den 26 hessischen Land- und Stadtkreisen bzw. sechs Bezugsjahren aus einem zwanzigjährigen Untersuchungszeitraum basiert, Kausalbeziehungen zwischen exogenen Variablen der Agrarstruktur und der allgemeinen Wirtschaftsstruktur einerseits und endogenen Variablen der landwirtschaftlichen Erwerbstruktur andererseits aufgezeigt. Offenbar hat eine Erhöhung des nichtlandwirtschaftlichen Referenzlohnes eine Verringerung sowohl der Dichte der landwirtschaftlichen Betriebe als auch des Beschäftigtenanteils des Agrarsektors zur Folge. Zudem ist die regionale Bedeutung der Landwirtschaft auf den Arbeitsmärkten um so höher, je größer der Anteil des Grünlandes an der landwirtschaftlich genutzten Fläche und je bedeutsamer die Fremdenverkehrswirtschaft ist.

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