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Abstract
Treibhausgasneutral – dieses Ziel soll 2045 in Deutschland, fünf Jahre später in der EU erreicht sein. Das hat Auswirkungen auf nahezu jeden Lebensbereich. Klimaschutz ist in vielen Handlungsfeldern zum Thema geworden – auch in der Politik zur ländlichen Entwicklung. Wie kann das Querschnittsthema Klimaschutz in den Regionen vorangebracht werden, wie die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung berücksichtigt werden? Eine Basis kann das LEADER-Programm bilden: Bereits seit 1991 fördert die EU darüber regionale Entwicklungsprozesse in ländlichen Räumen. Die LEADER-Regionen verbinden unterschiedliche Sektoren und beteiligen verschiedenste Interessengruppen. Wir, ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Thünen-Instituts für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen, haben im Projekt TREND:LR* untersucht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Handelnden vor Ort Klimaschutz in die LEADER-Prozesse integrieren. Dafür haben wir die Förderrichtlinien der Bundesländer ausgewertet und insgesamt 17 Interviews mit zentralen Akteurinnen und Akteuren in drei Beispiel-Regionen geführt: Schwentine-Holsteinische Schweiz (Schleswig-Holstein), Kulturlandschaft Westmünsterland (Nordrhein-Westfalen) und Annaberger Land (Sachsen). Die Regionen stehen beispielhaft für unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Gegebenheiten sowie förderpolitische Rahmenbedingungen. Aus den wissenschaftlichen Ergebnissen haben wir Handlungsempfehlungen für die Verantwortlichen in LEADER-Regionen und der Förderpolitik abgeleitet.