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Abstract

Geflügelfleischexporte aus der EU und ausdrücklich auch aus Deutschland werden von zivilrechtlichen Akteuren angeklagt. Kritisiert wird zu Dumpingpreisen exportiertes Hähnchenfleisch, das als vermeintliche „Resteverwertung“ in westafrikanische, wirtschaftlich schwache Abnehmerländer geliefert wird und dort lokale Produzenten unter Druck setzt. Deutsche Konsumenten, die vor allem das Brustfilet, nicht aber übrige Teilstücke nachfragen, ermöglichen diese Handelsstrategie, so die Aussage einiger NGOs. Das nachfolgende Paper betrachtet die Exportsituation der deutschen und europäischen Hähnchenbranche. Eine Auswertung der Außenhandelsstatistik und leitfadengestützer Experteninterviews soll deutsche Exportmuster auf Teilstückebene erklären sowie den Ablauf des Exportgeschäftes und Motivationen für Exporte herausstellen. Die Ergebnisse zeigen für Deutschland ein abnehmendes Exportvolumen in Drittstaaten, eine Vielzahl von Handelspartnern sowie eine Diskontinuität der Handelsbeziehungen. Eine Verwertungskaskade basierend auf Absatzkanälen und Entscheidungsmustern deutscher Schlachtunternehmen lässt Rückschlüsse auf Exportmotivationen zu.

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