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Abstract

Ein Viertel der in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen befindet sich auf Dächern landwirtschaftlicher Gebäude (ima, 2013). Die volatile PV-Leistung ist typischerweise nur selten zu den Zeitpunkten verfügbar, zu denen im Landwirtschaftsbetrieb Lastspitzen erreicht werden. Hier wird als Beispiel die Milchproduktion mit Lastspitzen zu morgendlichen und abendlichen Melkzeiten betrachtet. Die fluktuierende Ein- und Ausspeisung kann zu einer Belastung der vorgelagerten Verteilnetze führen. Ein Ausgleich könnte durch Lastverschiebung oder die Installation eines elektrischen Speichers erfolgen. In den hier vorgestellten Berechnungen wird untersucht, in wie weit sich ein mögliches netzdienliches Verhalten des Landwirtschaftsbetriebes durch eine täglich konstante Austauschleistung mit dem vorgelagerten Netz mit einem wirtschaftlich orientierten Verhalten durch rechtliche Anreizmechanismen deckt. Die Betrachtungen kommen zu dem Ergebnis, dass unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Installation eines Speichers nicht sinnvoll ist, jedoch die Steigerung des direkten Eigenverbrauchs durch Verschiebung flexibler Lasten einen Gewinnzuwachs generieren kann. Im Vergleich zur möglichen konstanten Austauschleistung bei netzdienlichen Verhalten weißt die Austauschleistung für die wirtschaftlichen Fälle jedoch höhere Schwankungen zwischen den Extremwerten auf. Treten Einspeisespitzen insbesondere in den Mittagsstunden auf, können sie zusammen mit anderen im gleichen Netzgebiet installierten PV-Anlagen zu einer erhöhten Belastung der Netze und damit einhergehend zur Verletzung von Betriebsgrenzwerten in den Verteilnetzen führen. Einspeisung in den Mittagsstunden tritt in den betrachteten Fällen trotz Eigenverbrauchserhöhung in verschiedener Ausprägung auf, sodass diese Betriebsweise aus Netzsicht keinen Vorteil gegenüber dem unbeeinflussten Betrieb bringt.

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