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Abstract

Basierend auf Daten einer deutschen und einer Schweizer Kontrollstelle wird das Risiko des Auftretens von Verstößen gegen die EU-Ökolandbauverordnung bzw. gegen den Bio Suisse-Standard ökonometrisch untersucht. Ausgehend von der Economics of Crime-Theorie werden zunächst Hypothesen zu Betriebseigenschaften abgeleitet, von denen anzunehmen ist, dass sie das Verhalten der Landwirte hinsichtlich der Einhaltung der relevanten Vorschriften beein-flussen. Anschließend werden diese Hypothesen in Querschnittsanalysen für die Jahre 2007 bis 2009 anhand von binären Logit-Modellen für zwei unterschiedliche Verstoßkategorien überprüft. Die von den Kontrollstellen verhängten leichten und schweren Sanktionen dienen dabei als Proxy-Variablen für entsprechende Regelverletzungen. Einige der geschätzten statis-tischen Modelle ergeben u.a., dass eine geringere Ökolandbauerfahrung (gemessen anhand der Vertragsdauer mit der jeweiligen Kontrollstelle), eine steigende Flächenausstattung, das Vorliegen von Verarbeitungsaktivitäten sowie Rinderhaltung die Wahrscheinlichkeit einer Sanktion signifikant erhöhen. Auch in den Vorjahren verhängte Sanktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, einen Regelverstoß zu beobachten. Abschließend werden mögliche Ver-zerrungen der ermittelten statistischen Effekte sowie resultierende Schwierigkeiten bei der Implementierung eines risikobasierten Kontrollsystems diskutiert.

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