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Abstract

Immer mehr Veröffentlichungen im Agrarsektor beschäftigen sich mit dem Thema des Agrartourismus. Im Bereich des Weinbaus hat der Weintourismus Einzug in den akademischen Diskurs gefunden. Dies folgt zum einen aus der Notwendigkeit der Weinbaubranche im Zuge von Strukturveränderungen neue Absatzwege zu öffnen. Zum anderen wird dies vom Verbraucher infolge einer neu entwickelten Sehnsucht nach „regionalen und authentischen“ Lebensmitteln und gepaart durch die Zunahme des Kurzzeittourismus, befeuert. Untersuchungen und Veröffentlichungen in diesem Themenbereich zeigen jedoch teilweise ein geringes theoretisches Fundament. So werden beim Gros der Publikationen die Grundlagen der Tourismusökonomie ausgespart. Ziel dieses Beitrages ist es, erste theoretisch fundierte Herleitungen zur Einordnung des Leistungsbündels Weintourismus aufzuzeigen. Die Arbeit versucht, auf diesen Grundlagen anhand einer empirischen Untersuchung das Angebot von Weinbaubetrieben zu erheben, der Frage der Kooperationsbereitschaft von Weingütern innerhalb dieses Leistungsbündels nachzugehen und die Ziele, die Weinbaubetriebe damit verfolgen, zu eruieren. Bei der Einordnung in einem literaturgestützten Kontext lässt sich Weintourismus, aus der Sichtweise der Weinproduzenten als eine Strategie für das Vermarktungsziel von Wein eingruppieren. Die empirische Erhebung zeigt, dass sich eine Großzahl der Weinbaubetriebe unabhängig von der Betriebsgröße in diesem Bereich engagieren. Dabei kann das Ziel in drei unterschiedliche Bedeutungssegmente eingruppiert werden: zum einen als direktes, zum zweiten als indirektes Vermarktungsinstrument oder als eigene strategische Geschäftseinheit. Hierbei besteht immer eine Abhängigkeit zwischen Weingut und Destination und keine der beiden Seiten kann isoliert betrachtet werden, da diese im Bereich des Weintourismus nur als Symbiose agieren können.

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