Wenn Migration unfreiwillig endet: Wie kann die Integration von Rückkehrern im Kosovo gelingen?

Der Kosovo steht derzeit vor der Herausforderung, tausende aus Westeuropa zurückgekehrte Migranten zu integrieren. Viele von ihnen hatten das Land im Winter 2014/15 in Scharen verlassen. Diskutiert wurde dieser ‚Exodus‘ im IAMO Policy Brief 24. Steigende Asylbewerberzahlen in den Zielländern führten zu einer Verschärfung der Asylpolitik, in deren Folge in den Jahren 2015 und 2016 mehr als 20.000 Personen in den Kosovo zurückgekehrt sind. Im Rahmen einer empirischen Befragung, die sich mit den Chancen und Problemen einer erfolgreichen Reintegration befasste, wurden Gespräche mit 179 dieser Rückkehrer geführt. Neben einem eher geringem Bildungsstand und geringer Qualifikation der Rückkehrer, wird die Wiedereingliederung vor allem durch die generell sehr schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt behindert. Erschwerend hinzu kommt eine zum Teil erhebliche psychische Belastung aufgrund der schwierigen, für einige Migranten sogar traumatisierenden Erfahrung von Migration und unfreiwilliger Rückkehr. Es ergibt sich die Gefahr eines Teufelskreises, bei dem auf die unfreiwillige Rückkehr Probleme bei der Reintegration folgen, welche dann wiederum in einem erneuten Wunsch nach Abwanderung münden. Die Ergebnisse der Studie weisen in der Tat auf eine geringe Bleibeintention unter den Rückkehrern hin.


Other Titles:
Involuntary return migration to Kosovo: Tackling challenges for successful reintegration
Issue Date:
Nov 24 2017
Publication Type:
Report
Record Identifier:
http://ageconsearch.umn.edu/record/265630
Language:
German
Total Pages:
6
Series Statement:
IAMO Policy Brief 33




 Record created 2017-12-01, last modified 2018-01-23

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