Gesellschaftlicher Wandel, veränderte Ernährungsgewohnheiten und gesundheitliche Folgen in Russland

Die von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufene Übergewichtskrise mit all ihren gesundheitlichen Konsequenzen hat spätestens seit Anfang des Jahrtausends auch in der Russischen Föderation Einzug gehalten. Dies gewinnt im Besonderen vor dem Hintergrund der aktuell in Russland diskutierten "Steuer auf ungesunde Lebensmittel" an Bedeutung und ist eine Folge veränderter Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Mit zunehmendem ökonomischen Wachstum und privaten Einkommen stieg in Russland der Konsum von fettreichen tierischen Produkten an. Die Gesundheit vieler Bürgerinnen und Bürger ist durch ein erhöhtes Risiko für Adipositas und ernährungsmitbedingte chronische Erkrankungen belastet. Gleichzeitig verbesserte sich die gesundheitsbezogene Ernährungsweise im Hinblick auf die Zufuhr diverser Vitamine und Mineralstoffe. Diese beiden gegenläufigen Entwicklungen sind typischerweise auch in anderen Industrie- und Schwellenländern vorzufinden, wenngleich in der Föderation in teilweise ausgeprägterer Form. Neben traditionell eher hohen Präferenzen der russischen Gesellschaft für fettreiche tierische Produkte mag dies, ähnlich wie in vielen anderen Ländern, auf unzureichende Ernährungsinformationen zurückzuführen sein. Entsprechend würden hier gezieltere Informationskampagnen sowie klare Produktkennzeichnungen den Weg für eine gesündere Ernährung ebnen.


Variant title:
Economic transformation, altered nutritional habits and health implications in Russia
Issue Date:
2016
Publication Type:
Report
DOI and Other Identifiers:
Print-ISSN 2363-5770 (Other)
Print-ISBN 978-3-95992-015-5 (Other)
Online-ISSN 2363-5789 (Other)
Online-ISBN 978-3-95992-016-2 (Other)
Record Identifier:
http://ageconsearch.umn.edu/record/249861
PURL Identifier:
http://purl.umn.edu/249861
Total Pages:
4
Series Statement:
IAMO Policy Brief
27




 Record created 2017-04-01, last modified 2018-01-23

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