Volkswirtschaftliche Bedeutung der biobasierten Wirtschaft in Deutschland

Zusammenfassung: Das Thünen-Institut wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gebeten, die volkswirtschaftliche Bedeutung der biobasierten Wirtschaft in Deutschland zu kalkulieren. Grundlage bildet die vom Bioökonomierat der Bundesregierung aufgestellte Definition der biobasierten Wirtschaft als „[…] alle wirtschaftlichen Sektoren und ihre dazugehörigen Dienstleistungen, die biologische Ressourcen produzieren, be- und verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen.“ Mithilfe verschiedener, hauptsächlich amtlicher Statistiken wurden die Wirtschaftssektoren und deren Anteile biobasierten Wirtschaftens für das Jahr 2007 in Deutschland ermittelt. Die Quantifizierung erfolgte über die Größen Anzahl der Unternehmen, Beschäftigte, Umsatz und Bruttowertschöpfung. Werden alle Aktivitäten von der Primärproduktion über die Verarbeitung und Vermarktung bis zu den Dienstleistungen berücksichtigt, so sind diesen Berechnungen zu Folge knapp 5 Millionen Beschäftige, was etwa 12,5 % aller Beschäftigten entspricht, dem Bereich zuzuordnen. Mit einer Bruttowertschöpfung von knapp 165 Mrd. Euro liegt der Anteil der biobasierten Wirtschaft bei etwa 7,6 % der Gesamtwirtschaft. Insgesamt wird deutlich, dass die „Rohware Biomasse“ Grundlage für beträchtliche wirtschaftliche Aktivitäten ist.Im Arbeitsbericht wird an verschiedenen Stellen auf die Unschärfe der Zuordnung von Daten zur biobasierten Wirtschaft, aber auch auf das bisher nicht befriedigend gelöste Problem der trennscharfen Zuordnung von Aktivitäten zur biobasierten oder nicht-biobasierten Wirtschaft hingewiesen und eingegangen. ------------------------------------------------------------------------------------------ Summary: This working paper has been compiled due to a request of the German Federal Ministry of Food, Agriculture and Consumer Protection (BMELV) to the Thünen-Institut for calculating the importance of bioeconomy within the national economy. It is based upon the definition of biobased economy by the German Bio-Economy Council (Bioökonomierat, an independent research council): “The bioeconomy encompasses all those sectors and their related services which produce process or use biological resources in whatever form.” For the determination of the different industries and their impact on bioeconomy we mainly work with various official statistics. We analysed the year 2007. The indicators we used were number of companies, employment, turnover and gross value added. Altogether, five million employees, representing 12.5 % of all employees and 165 billion Euros, representing 7.6 % of German gross national product have been calculated as the share of biobased economy in Germany. Challenges, still not finally solved are that neither the available data nor the economic activities themselves can be unambiguously assigned to bioeconomy or “non-bioeconomy”.


Variant title:
Relevance of Bioeconomy within the German Economy
Issue Date:
2012-12
Publication Type:
Report
PURL Identifier:
http://purl.umn.edu/144393
Page range:
65
JEL Codes:
Q11; Q16; Q18; Q21
Series Statement:
Arbeitsbericht
07/2012




 Record created 2017-04-01, last modified 2017-08-27

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