Entwicklungsperspektiven der Milchproduktion in verschiedenen Regionen Niedersachsens - ein agri benchmark dairy-Projekt

Zusammenfassung: Ziel der vorliegenden Studie ist es, für verschiedene Regionen in Niedersachsen die kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungen der Milchproduktion unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten abzuschätzen. Grundlage sind neben sieben Expertenpanels in ausgewählten Regionen auch betriebsindividuelle Befragungen in 10 Regionen in Niedersachsen. Es werden Schlussfolgerungen über die künftige Standortorientierung der Milchproduktion innerhalb Niedersachsens abgeleitet und Anpassungsreaktionen der Milcherzeuger an begrenzende Faktoren der Milchproduktion analysiert. Die Abschaffung der kleinräumigen Quotenhandelsgebiete hat Produktionsverlagerungen über Ländergrenzen hinweg ermöglicht. Dabei stellt sich die Frage, ob Niedersachsen künftig mehr oder weniger Milch produzieren wird. Die Analysen zeigen, dass es sehr stark von den Rahmenbedingungen abhängt, ob die in Niedersachsen produzierte Milchmenge steigen oder sinken wird. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei einem durchschnittlichen Milchpreis von 30 ct/kg in Deutschland in Niedersachsen in etwa die heutige Milchmenge produziert wird. Unabhängig von den Szenarien entwickelt sich die Milchproduktion in den Küstenregionen relativ stabil bis positiv. Dies ist u.a. auf mangelnde Alternativen der Flächennutzung zurückzuführen. Im mittleren und südlichen Niedersachsen führen die möglichen Alternativen der Flächennutzung in der Tendenz eher zu einer Abwanderung der Milchproduktion. Der Strukturwandel in Niedersachsen setzt sich ähnlich dem in der Vergangenheit fort. Selbst im angenommenen Hochpreisszenario (Auszahlungspreis in Deutschland durchschnittlich bei 35 ct/kg) sinkt die Zahl der Milchviehbetriebe bis 2020 um ca. 50%. Kernherausforderungen im Rahmen der betrieblichen Entwicklung sind für die niedersächsischen Milcherzeuger die Landverfügbarkeit sowie die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. ------------------------------------------------------------------------------------------ Summary: This study focuses on the short-, medium- and long term development of milk production in different regions in Lower-Saxony with respect to regional characteristics. The basis of the study are expert discussions in seven regions as well as a farm-level survey in ten regions in Lower Saxony. The study draws conclusions about regions of future dairy production within Lower Saxony and analyses adaption processes on farms. The abolition (partly) of the regional quota exchange has allowed dairy production to move between regions. Therefore the question raised is whether milk production in Lower Saxony will increase or decrease. Analyses show that the answer to this question strongly depends on side conditions. The results of this study suggest that at average milk prices of 30 ct/kg Lower Saxony will produce about the same amount of milk in 2020 as today. In general, milk production in the costal regions is rather stable or developing positively, also because with a high percentage of grassland there are only few alternatives for using the land. In middle or southern Lower Saxony milk production tends to decrease since there are numerous alternatives in land use. Structural change continues similarly to the past. Even under a high milk price scenario (milk price at 35 ct/kg) the number of dairy farms decreases about 50 % until 2020. Main challenges for dairy farmers are the availability of land and of qualified labour.


Variant title:
Dairy Production in Lower Saxony: Potentials for development in different regions - an agri benchmark dairy project
Issue Date:
2009-11
Publication Type:
Report
PURL Identifier:
http://purl.umn.edu/108258
Total Pages:
69
JEL Codes:
Q11; Q12; Q15
Series Statement:
Arbeitsbericht
08/2009




 Record created 2017-04-01, last modified 2017-08-26

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